Glaube+Gottesdienst

"Beim Glauben, sagte ich, komme alles darauf an, daß man glaube; was man glaube, sei völlig gleichgültig."

Einerseits stimmen wir dem größten Sohn Frankfurts, Johann Wolfgang von Goethe, zu:
Es "komme alles darauf an, daß man glaube", so entscheidend ist der Glaube
für ein geglücktes Leben in Zeit und Ewigkeit. Anderseits ist es nicht egal, was man glaubt; dem Satz also, "was man glaubt, sei völlig gleichgültig" möchten wir widersprechen.
Denn das, woran - oder besser, an wen man glaubt - bestimmt zum großen Maß die Werte und Ziele, den inneren wie den äußeren Frieden, das Vertrauen wie das Engagement. Es ist letztendlich - im besten Sinn des Wortes - eine Frage des Heils, des einzelnen Menschen, der Gesellschaft und der Welt.

In den folgenden Texten und Fragestellungen möchten wir, die Mitglieder der Ev.-luth. St. Paulsgemeinde, Sie einladen, sich mit Fragen des christlichen Glaubens auseinanderzusetzen.
Ob "Anfänger" oder "Fortgeschrittene" - wir hoffen, dass die folgenden Informationen Ihren Glaubensweg bereichern und vertiefen werden. Da der Gottesdienst den Mittelpunkt des Glaubens für uns bildet, geben wir auch gerne eine Einführung in die Bedeutung und Ordnung unseres Gottesdienstes. Damit verbinden wir die herzliche Einladung, einen unserer vielfältig gestalteten Gottesdienstes zu besuchen.
Nur Gott selbst freut sich mehr als wir, wenn Sie der Einladung folgen! Man wird erst im christlichen Glauben - im Handeln, im Tun, in der Nachfolge - befestigt, wenn man sich auf den Weg macht. In der Nachfolge wird klar, wer Jesus und somit Gott ist, und was er bedeutet und bedeuten kann.
Wie hat Jesus die Frage nach dem Ort, wo er zu finden ist, beantwortet?: "Kommt und seht!" (Johannes 1,39). Die Antwort gilt auch für die Suchenden und Nachfolgenden im 21. Jahrhundert. Gott schenke Ihnen neue Entdeckungen und Einsichten, Antworten wie neue Fragen, und vor allem seine besten Geschenke von "Glauben, Hoffnung und Liebe" (1. Kor. 13,13).

Weitere Informationen:

Andacht

Auf Wiedersehen. Adieu. Good-bye. Zu den ersten Worten, die ein Mensch lernt, sowohl in der eigenen Sprache als auch in einer Fremdsprache, gehört das Wort „Abschied“. Das Wort umschreibt eine Grunderfahrung unseres Lebens; und wir wissen intuitiv, was die Dichterin Hilde Domin meint, wenn sie schreibt: „In mir ist immer / Abschied.“
Auch in mir ist Abschied, wenn ich mich zum Sommerende verabschieden muss, um eine neue Stelle in der Stadtkirchenarbeit anzutreten. Da ich fast so lange wie unser Namenspatron, der Heilige Nikolaus, an der Alten Nikolaikirche gewesen bin, wird mir der Abschied gewiss nicht leicht fallen.
„Abschied ist ein bisschen wie Sterben,“ sang Katja Ebstein vor 30 Jahren. Da ist ja in der Tat etwas dran. Denn bei jedem Abschied lassen wir ein Stück von uns selbst zurück, müssen uns vom Vertrauten lossagen und uns neu orientieren. Aber nur so kommen wir weiter und nur so nähern wir uns Gottes Ziel für unser Leben.
Ein Abschied in der Gemeinde erinnert daran, dass wir – und das immer wieder – Abschied nehmen müssen: von den langen Sommertagen wie von den Jahren selbst, von geliebten Menschen und von Lieblingsorten, von Beruf und sinngebenden Aufgaben, aber auch von unerfüllten Träumen und unausgeführten Plänen. Und jeder kleine Abschied erinnert daran, dass man eines Tages auch von diesem Leben Abschied nehmen muss.
 
Auf Wiedersehen. Und was nehme ich nun mit, was werde ich vermissen? Ich liebe zwar dieses Kleinod, die Alte Nikolaikirche, die so viel Geborgenheit und Ruhe schenkt, vermissen werde ich aber die Menschen – langjährige Gemeindeglieder und Mitarbeitende, deren Treue und Engagement mir Gottes wirkenden Geist immer wieder beweisen; – Gottesdienstbesucher, die einen weiten Weg auf sich nehmen oder dem trüben Frankfurter Wetter trotzen, um Gott zu loben und ihm ihren Dank zu zeigen; – Touristen und Passanten, Messebesucher und Ruhesuchende, deren auch so kurze Besuche in der Kirche bereichernd und Gewinn bringend sind.
Auch wenn die eigenen Fußabdrücke früher oder später verschwinden, darf ich unzählige erfreuliche, tief bewegende Erinnerungen mitnehmen, dazu einen vertieften Glauben und Freude ohne Ende an Begegnungen und Beziehungen. Das wird mir und uns bleiben.
Die zahlreichen Beispiele vom Abschiednehmen in der Bibel machen deutlich, dass jeder Abschied eine große Chance, einen neuen Anfang in sich birgt. Das Loslassen ruft neue Kräfte, neuen Glauben hervor. Man orientiert sich neu und entdeckt erneut, was Bestand hat und wer Halt gibt. Gott kennt aus erster Hand den Schmerz des Abschieds. Als Jesus sich von seinen Jüngern verabschieden musste, ist es ihm schwer gefallen. Doch er hat die Notwendigkeit des Abschieds erkannt und hat versucht, es seinen Freunden klar zu machen. Jesus mutet uns zu, an das Wiedersehen zu glauben. Wissen ist das nicht. Aber Hoffen. Und in dieser Hoffnung sind wir geborgen. Daraus konnte der Dichter Rilke Mut schöpfen und den Rat weitergeben: „Sei allem Abschied voran, als wäre er hinter dir …“
 
Auch in der Skulptur „Das Wiedersehen“ von Ernst Barlach spürt man etwas davon, wie Abschied und Wiedersehen ineinander verwoben sind. Zweifel wird aufgehoben in Glauben, Trauer in Hoffnung. Die beiden Gestalten Jesus und Thomas blicken mit großer Barmherzigkeit aufeinander; die Liebe, deren Quelle Gott ist, zeigt sich stärker als jeder Abschied, stärker sogar als der Tod.
Ich sage also noch einmal „Good-bye“, welches eigentlich eine Abkürzung, ein Segenswunsch ist – „God be with you“. So wünsche ich von ganzem Herzen: Gott sei mit Dir, mit Euch – und freue mich schon jetzt auf ein Wiedersehen!
Ihr
Pfarrer Dr. Jeffrey Myers

Gottesdienstangebot

In der St. Paulsgemeinde kann man auf vielfache Weise nahe bei Gott sein.

Gottesdienstordnung

Der sonntägliche Gottesdienst in der Alten Nikolaikirche folgt einer bestimmten Liturgie. Die Noten zu den gesungenen Bestandteilen der Liturgie finden sich ab Seite 21 des aktuellen Evangelischen Gesangbuches (Ausgabe für die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau).

Hintergrund

In den folgenden Abschnitten werden Erläuterungen zu den einzelnen Gottesdienstbestandteilen gegeben, wobei als Grundlage die Grundform des Gottesdienstes in der Paulsgemeinde (siehe dort) dient. Dessen Bestandteile finden sich in den meisten evangelischen Gottesdiensten wieder. Der Gottesdienst ist ein fundamentaler und zentraler Bestandteil des Gemeindelebens. Seine Ziele sind:

  • Gottes Dienst an den Menschen mit Lob und Dank anzunehmen
  • Gottes Wort zur Sprache zu bringen
  • Menschen zu stärken und einen Halt zu geben
  • Menschen zum Dienst an Menschen auszusenden
     

Die einzelnen Bestandteile des Gottesdienstes, die auch auf der Seite "Grundform des Gottesdienstes in der Paulsgemeinde" angegeben sind, werden im folgenden kursiv wiedergegeben.

I. Eröffnung und Anrufung (Sammlung der zum Gottesdienst Kommenden)
Die zum Gottesdienst versammelte Gemeinde hat zunächst Gelegenheit, sich bei einem kurzen Orgelvorspiel zu entspannen und zu sammeln. Der Begrüßung der Gemeinde durch den Pfarrer folgt ein erstes Lied (Eingangslied), das wie alle Lieder im Gottesdienst eine Art der Verkündigung der christlichen Botschaft darstellt. Durch das durch den Liturgen vorgetragenen Votum wird deutlich, daß der gesamte folgende Gottesdienst im Namen Gottes geschieht, Gott also auch selbst zu Wort kommt. Dies bestätigt die Gemeinde mit "Amen" ("Ja, so soll es sein"). Der dann folgende Eingangsspruch (Introitus) ist ein Bibelwort, das gemäß eines sogenannten "Liturgischen Kalenders" für jeden Sonn- und Feiertag festgelegt ist und eine biblische Aussage darstellt, der die Gemeinde mit dem Kleinen Gloria zustimmt. In dem nun vom Liturgen vorgetragenen Sündenbekenntnis wird - ohne direkten Rückgriff auf biblische Texte - zugegeben und geklagt, daß durch eigene Unachtsamkeit und eigenes Versagen manche Dinge im eigenen Leben nicht im Sinne der Botschaft Christi verlaufen sind. Dies fordert das Kyrie, einen Ruf nach Erbarmen, durch die Gemeinde heraus. Dieser Ruf wird durch den Liturgen durch die Gnadenverkündigung, die einen zur Thematik des Sündenbekenntnis inhaltlich passenden Bibelspruch darstellt, beantwortet. Zur Bestätigung der erlösenden Wirkung der Gnadenverkündigung singt die Gemeinde nun das Große Gloria. Nun richtet der Pfarrer ein formales Grußwort an die Gemeinde in Form des Salutatio, welches vom ersten Gebet im Gottesdienst, dem Kollektengebet gefolgt wird. Dieses dient der inneren Sammlung und bereitet den zweiten Teil des Gottesdienst, welcher der Verkündigung und dem Bekenntnis gilt, vor.

II. Verkündigung und Bekenntnis (Orientierung)
Der Text der Schriftlesung durch den Liturgen ist ebenfalls aus dem Liturgischen Kalender entnommen und stammt meist aus dem Neuen Testament, manchmal auch aus dem Alten Testament. Die Gemeinde freut sich über die gehörte Botschaft der Schriftlesung durch Singen des Halleluja, was soviel wie "Lobet den Herrn" bedeutet. In dem nun folgenden Glaubensbekenntnis (Apostolikum) ist die Lehre der Apostel in konzentrierter Form zusammengefaßt. Nach einem Lied folgt nun die Predigt, in der ein Abschnitt der Bibel ausgelegt und dessen Bedeutung für die heutige Zeit herausgearbeitet wird. Die Predigt ist der zentrale Bestandteil eines evangelischen Gottesdienstes. Während des nach der Predigt folgenden Liedes wird die Kollekte für einen wohltätigen Zweck eingesammelt, danach erfolgt das Fürbittengebet, in das die Nöte und Sorgen der Welt und des einzelnen Menschen eingeschlossen werden

III. Abendmahl (Gemeinschaft)
Der nun folgende Abendmahlsteil des Gottesdienstes hat eine Reihe von Funktionen: er dient zum einen dazu, Gott zu danken für Jesus Christus, für seinen Tod und seine Auferstehung. Zum anderen wird an Jesus Treue zu Gott bis in den Tod gedacht, wobei mit Jesus Tod stellvertretend für die, die Gott ihr Leben verweigern, der sog. "Neue Bund" zwischen Gott und den Menschen geschlossen wird. Darüberhinaus tritt man durch das Abendmahl symbolisch in die Gemeinschaft Christi ein, mit der auch eine Versöhnung mit den Mitmenschen verbunden ist. Schließlich symbolisiert das Abendmahl die Hoffnung auf die Vollendung des Werkes Christi in der Welt und in unserem Leben. Der Abendmahlsteil wird mit einem thematisch darauf abgestimmten Lied eröffnet. Nach der Danksagung, einem Dialog zwischen Gemeinde und Pfarrer, der noch einmal gegenseitige Bestärkung im Glauben und die Notwendigkeit des an Gott gerichteten Dankes beinhaltet, folgt ein Lobgebet durch den Pfarrer. Das nun gesungene Sanctus ist ein Lobgesang auf den kommenden Herrn (Jesus Christus), dessen im Neuen Testament überliefertes Gebet, das Vater Unser anschließend von der Gemeinde gesprochen wird. Dieses "Gebet des Herrn" wird von Glockengeläut begleitet. Es folgen die Einsetzungsworte aus Martin Luthers Kleinem Katechismus, mit denen das letzte Abendmahl Christi beschrieben wird. Während der Einsetzungsworte zeigt der Pfarrer der Gemeinde symbolisch das später zur Austeilung kommende Brot und den Weinkelch. Mit dem nachfolgenden Agnus Dei wird noch einmal nach dem Erbarmen Christi gerufen. Der Austeilung des Heiligen Abendmahles voraus geht der Friedensgruß, bei dem sich die Gottesdienstbesucher persönlich Frieden wünschen können. Nach der Austeilung des Heiligen Abendmahles durch den Liturgen (Brot) und den Pfarrer (Wein) an die Gemeinde, die sich dazu im Kreis um den Altar versammelt, spricht der Pfarrer abschließend einen aus der Bibel entnommenen Lob- und Dankspruch, woraufhin sich die am Abendmahl teilnehmenden wieder auf ihre Plätze setzen und Zeit für ein stilles Gebet ist. Nach einem Dankgebet durch den Pfarrer beginnt der letzte Teil des Gottesdienstes.

IV. Sendung und Segen (Sendung in den Alltag)
In dem gemeinschaftlichen Erlebnis eines Gottesdienstes wird als letzte gemeinschaftliche Handlung der Gemeinde ein Schlußlied gesungen. Danach gibt es die Abkündigungen durch den Pfarrer, durch welche die Gemeinde über Ereignisse im Gemeindeleben informiert wird (Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen, weitere Gottesdienste, besondere Gemeindeveranstaltungen etc.). Mit dem Sprechen eines Sendungswortes (Bibelspruch) und dem Segen durch den Pfarrer, welcher durch die Gemeinde ein letztes mal mit "Amen" ("Ja, so soll es sein") beantwortet wird, endet der Gottesdienst. Während des Orgelnachspiels gibt es noch einmal Gelegenheit, das im Gottesdienst erlebte nachzufühlen und sich auf die Rückkehr in den Alltag vorzubereiten.

Glaube+Religion

Die Seite "Glaube + Religion" richtet sich an Menschen, die mit Religion, Glauben (und Kirche) zwar nicht viel anfangen können, die aber interessiert sind, mehr darüber zu erfahren.
Sie soll eine Hilfestellung beim Verständnis von Religion und Glauben sein und die Möglichkeit eines Zuganges zum Glauben zeigen. Dabei nähert sich die Seite ihrem Thema von einem verstandesmäßigen Standpunkt; jedoch soll dabei klar werden, daß das rationale Bewußtsein nicht die Art von Bewußtsein ist, das Glaube und Religion im Kern verstehen und eigenen religiösen Glauben hervorbringen kann.
Die Seite versucht, einen kurzen Einblick in grundlegende Fragen von Religion und Glauben zu geben. Es wird u.a. die Frage gestellt, wozu Religion eigentlich gut ist, wie man Religion am besten beschreiben kann, was Glaube ist und wie man einen eigenen Glauben sich entwickeln lassen kann, wobei letzteres schwerpunktmäßig bezogen ist auf christlichen Glauben.
Fragen wie auch Antworten orientieren sich dabei an dem Evangelischen Erwachsenen Katechismus (7. aktualisierte Auflage, Gütersloher Verlagshaus, 2001), der auch gut zur Vertiefung der aufgeworfenen Fragen geeignet ist.

Situation heute

Glauben und Religion - Wozu heute noch ?
Diese Frage stellen sich viele Menschen, bei denen der eigene direkte Kontakt mit Religion oft weit zurückliegt - etwa in der Kindheit und Jugend - oder die praktisch ohne jede Berührung von Religion aufgewachsen sind.

Manche haben noch Kindheitserinnerungen an schöne Weihnachtsgottesdienste - im Erwachsenenalter beschränken sich die Kirchenbesuche jedoch oft auf große Familienfeste (Hochzeiten, Taufen, Beerdigungen) und werden nicht selten - was den religiösen Aspekt angeht - mit einem "Achselzucken" hingenommen. Kirchen werden hauptsächlich als historische Bauten wahrgenommen, die meist als eine Bereicherung des Stadtbildes angesehen werden und in die man höchstens einmal kurz hereinschaut (wie z.B. in unsere schöne Alte Nikolaikirche am Römerberg in Frankfurt am Main).

Allenfalls billigt man der Kirche als gesellschaftliche Organisation eine nützliche soziale Funktion zu: Bereitstellung von Kindergärten, Altenhilfe, Obdachlosenhilfe etc. "Glaube" gilt vielen jedoch als lebensfern und überholt. Aber auch den Menschen, die dem Glauben distanziert und mit Unverständnis gegenüberstehen, kommen manchmal Fragen ins Bewußtsein, die sich Menschen schon immer gestellt haben: Woher kommen wir? Wozu leben wir? Wohin gehen wir? Warum ist nicht nichts?

Einfache, schnelle und rationale Antworten darauf sind offensichtlich im Rahmen des rationalen Bewußtseins nicht zu finden. Da ohnehin neben Beruf, Karriere, Geldverdienen, aktiver Freizeitgestaltung, Familienmanagement etc. kaum Zeit bleibt, sich mit solchen Fragen tiefer zu beschäftigen, werden allein schon Gedanken über mögliche Antworten leicht als "weltfremde Grüblerei" und Zeitverschwendung abgetan. Die Möglichkeit, Antworten auf diese Fragen durch Entwicklung eines neuen Bewußtsein zu erhalten, welches das rationale Bewußtsein zwar als Teil enthält, dieses aber "übersteigt", liegt außerhalb der Vorstellungswelt vieler. Allerhöchstens werden vom Zeitgeist vorgegebene Antworten auf die genannten Fragen als abschließend akzeptiert und nicht weiter hinterfragt. Viele Menschen spüren im Laufe ihres Lebens jedoch einen grundlegenden Mangel, nämlich das Fehlen eines letzten Sinnes ihres Lebens.

Zwar gibt es eine Reihe von Dingen (bestimmtes Konsumverhalten, Machtstreben, Gewinnstreben, "Spaß haben", Beruf, Leben für die Familie uvm.), die diesen Mangel eine zeitlang überdecken. Mit der Zeit jedoch nutzen sich alle diese Dinge ab und verlieren an Wert. Es entsteht eine innere Leere, die zu einer verzweifelten, depressiven und in gewissem Sinne "lebensmüden" Einstellung zum Leben führen kann.
In dieser Situation begeben sich viele Menschen auf die Suche nach einem Ausweg aus der Sackgasse und beginnen sich für Religionen, Sekten oder esoterische Systeme zu interessieren.

Was ist Religion?

Religion versucht die Welt als ganzes zu verstehen.
Dies bedeutet, daß der Bereich alltäglicher Erfahrung und die mit den Sinnen und dem Verstand zu erfassenden Teile der Welt überschritten werden müssen, um das "Ganze" zu erfassen. Das religiöse Verständnis der Welt schließt somit dem rationalen Bewußtsein unzugängliches und unverfügbares mit ein.

Das "Unzugängliche" und "Unverfügbare" spielen sogar eine zentrale Rolle bei dem entgültigen Sinn der Welt und dem Sinn des menschlichen Lebens, welche Religionen "anbieten". Durch ein solches allumfassendes Verständnis der Welt ergeben sich ganz automatisch Auswirkungen auf die gesamte Einstellung des Gläubigen zum Leben: Recht, Moral und die Organisation der Gesellschaft können nicht mehr unabhängig von der Religion gesehen werden. Bei allen Unsicherheiten und Unwägbarkeiten des Lebens kann letzte Sicherheit gerade aus dem Unzugänglichen und Unverfügbaren geschöpft werden.

Das Unzugängliche und Unverfügbare, auf das sich Religionen beziehen, ist verstandesmäßig nicht zu erfassen und demnach sehr unanschaulich. Die Religionen haben verschiedenste Weisen, z.B. Gebräuche, Feste, Lieder, Riten, Bilder und Kunstwerke, Gebäude, Mythen, Legenden, Lehren, Ämter, etc. entwickelt, durch die das Unanschauliche anschaulich gemacht und so Überirdisches und Irdisches verknüpft werden soll, und in der die Religionen überliefert und gelebt werden. Aus der Vorstellung einer Religion von Gott und der Welt als ganzem ergeben sich für den Gläubigen einerseits Pflichten, andererseits ermöglicht Religion dem Gläubigen eine Verbindung zu Gott.

Die christliche Religion versucht eine umfassende Deutung von Welt und Menschsein durch Gleichnisse und Bilder zu geben. Der Raum alltäglicher Erfahrung wird durch die Vorstellung eines jenseitigen, transzendenten Gottes und dessen Menschwerdung in Jesus Christus durchbrochen.

Das Christentum wird in einer Gemeinschaft gelebt und überliefert. Unter anderem durch bestimmte Riten (z.B. im Gottesdienst) kann der Gläubige Anteil an der religiösen Erfahrung erhalten.

Wozu Religion?

Völker aller Zeiten und Zonen haben im Laufe ihrer Geschichte die verschiedenartigsten Religionen entwickelt.

Ein Volk, das sich ohne eine Religion entwickelt hat, ist nicht bekannt. Die Gründe für diese ganz von selbst ablaufende Entwicklung sind von den Religionswissenschaften untersucht worden und als Hoffnungen und Sehnsüchte der Menschen identifiziert worden: das Verlangen nach Freiheit oder Einswerden mit allem, die Ahnung einer Urbeziehung der menschlichen Seele mit dem All, die Vorstellung eines Lebens nach und/oder vor dem Tod, die Sehnsucht nach dem Paradies, die Hoffnung auf Erlösung oder einen Erlöser, das Verlangen nach einer "Steigerung" des Lebens, das durch weltliche Dinge und Güter nicht zu erreichen ist, und die Suche nach dem vollkommenen Menschen.

Betrachtet man diese Gründe einmal losgelöst von den verschiedenen Religionen im Hinblick auf sich selbst, dann dürften viele Menschen feststellen, daß die genannten Hoffnungen und Sehnsüchte mehr oder weniger stark bei jedem vorhanden sind. Egal ob diese Hoffnungen und Sehnsüchte vom Einzelnen begrüßt oder abgelehnt werden, auf jeden Fall sind sie Teil des "Menschseins".

Sofern die Hoffnungen und Sehnsüchte nicht absichtlich oder unbewußt verdrängt werden, können diese erfüllt werden durch Religion. Neben den "klassischen" Religionen gibt es eine Reihe weiterer Formen der Religiosität, die als solche auf Anhieb zum Teil gar nicht als solche zu erkennen sind (siehe auch: "Religionen / Formen der Religiosität neben dem Christentum").

Formen

Neben der Antwort des Christentums auf das Unzugängliche und Unverfügbare der Welt und des menschlichen Lebens gibt es in Form vieler verschiedener Religionen zum Teil ganz andere Antworten auf die Fragen des Daseins: Judentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus und viele mehr sind hier zu nennen.

Trotz aller Unterschiede zwischen den Religionen gibt es auch grundlegende Gemeinsamkeiten, z.B. die Ablehung einer ideologisierten Gläubigkeit an "irdische Dinge" wie Technik, Wissenschaft, Geld, Macht, etc.. Christentum, Judentum und Islam haben darüberhinaus den Glauben an den einen Gott gemeinsam.

Bei den bereits oben behandelten Weisen, in denen Religionen gelebt und überliefert werden (Gebräuche, Feste, Lieder, Riten, Bilder und Kunstwerke, Gebäude, Mythen, Legenden, Lehren, Ämter, etc.), fällt auf, daß sich in zunehmendem Maße eine Reihe von Versatzstücken von Religion in Lebensbereichen finden, die nicht der Religion zugerechnet werden. Hierzu zählen die Verehrung von Fußballmannschaften, Popstars oder Jugendkulte wie z.B. die "Love-Parade" und vieles mehr. Die Menschen, die solche religiösen Versatzstücke "benutzen", wollen dabei von Religion oft gar nichts wissen oder meinen zumindest, nichts damit zu tun zu haben.

Die religiöse Dimension als menschliches Grundbedürfnis (siehe auch oben: "Wozu Religion ?") ist aber offenbar so elementar, daß sie in der ein oder anderen Form auch bei solchen Menschen durchbricht.

Was ist Glaube?

"Glaube" läßt sich wesentlich schwerer abstrakt beschreiben als "Religion" (siehe auch "Was ist Religion ?"). Dies liegt daran, daß das "Wissen", das sich aus dem Glauben ergibt, sich von dem rationalen Wissensbegriff unterscheidet, den viele Menschen heute zum alleinigen Maßstab des Wissens nehmen.

Der Glaube und das sich daraus ergebende Wissen ist weder meßbar noch berechenbar, sondern drückt sich in verschiedenster Form wie Bildern, Vergleichen, Geschichten, Poesie, Musik, Kunst, Tänzen, Architektur und vielem mehr aus. All die genannten Ausdrucksformen des Glaubens lassen sich zwar mit Worten beschreiben oder mit rationalen Mitteln und Methoden erfassen, jedoch bleibt der dahinterstehende Glaube (so er denn das Motiv für z.B. das Komponieren eines Musikstückes war) Worten sowie rationalen Mitteln und Methoden unzugänglich.

Der Glaube "wohnt" also im Sichtbaren und gleichzeitig auch im Unsichtbaren. Inwieweit die unsichtbare Basis der sichtbaren Werke des Glaubens Wirklichkeit ist, liegt an der subjektiven Sicht jedes einzelnen Menschen. Fehlt z.B. der Zugang zur unsichtbaren Glaubensbasis einer geistlichen Kantate von J.S. Bach und wird nur der sichtbare (hier eigentlich der hörbare) Teil wahrgenommen, dann wird diese Kantate nur als schöne Barockmusik wahrgenommen, die religiöse Dimension bleibt unerreicht. Analoges gilt für die verschiedenen anderen Formen, in den Glauben sich äußert.

Heute werden vielfach nur noch die sichtbaren Teile von Werken des Glaubens wahrgenommen und als historisch bedeutsam oder künstlerisch wertvoll eingestuft; die dahinterstehende unsichtbare Dimension des Glaubens fällt nicht mehr ins Auge oder wird - da zu diffus und rational nicht erfaßbar - beiseite geschoben. Eine rationale, also in Worte zu fassende Definition von "Glauben", die dem nichtglaubenden Menschen, dessen Bewußtsein rein "rational" ausgerichtet ist, den eigentlichen Kern des Glaubens verständlich machen könnte, gibt es nicht, da "Glauben" aus einem Bewußtsein erwächst, das das rationale Bewußtsein übersteigt.

Wie kann ich glauben ?

Die christliche Antwort auf diese Frage ist ganz einfach: Man muß gar nichts tun, um zu glauben, sondern die Gabe des Glaubens wird jedem Menschen von Gott geschenkt, der seine Erwartungen und Hoffnungen bezüglich seiner Existenz nicht an "weltliche Dinge" richtet, sondern offen bleibt für "jenseitiges". Dies heißt zum Beispiel, nicht in der Vorstellung zu leben, alles sei (durch Menschen) machbar (Machbarkeitswahn).

Damit verbunden sind oft Vorstellungen der eigenen oder der menschlichen Größe (Größenwahn), die ebenfalls hinderlich sind, offen für "jenseitiges" zu bleiben. Entgegengesetzt ist eine Haltung, welche die eigene Größe ständig an anderen mißt und das Gefühl des eigenen Unwertes hervorruft (Minderwertigkeitskomplex). Diese Haltung macht eine Öffnung zu "jenseitigem" ebenfalls schwierig. Wenn man hingegen Gott als zentralen Ankerpunkt des eigenen Lebens akzeptiert und sich in seinem Innern nicht mehr auf sich selbst gestellt fühlt, kann ein Mensch die gnädige und liebevolle Zuwendung Gottes erfahren und in seiner eigenen Seele ein Zuhause finden.

Eine solche Glaubenserfahrung kann die Grundlage für einen sich lebenslang entwickelnden und vertiefenden Glauben werden. Nicht selten kommt es in persönlichen Notlagen oder tiefgreifenden Lebenskrisen zu einer im wahrsten Sinne des Wortes "grundlegenden" Glaubenserfahrung, die das ganze restliche Leben beeinflußt. Man sollte sich in jedem Falle klar darüber sein, daß Glauben ein lebenslanger Prozeß ist.

Der Beginn von Glauben kann nicht einfach mit einer persönlichen, verstandesmäßigen Entscheidung erfolgen. Man kann sich nicht einfach dafür entscheiden, bestimmte Traditionen für wahr zu halten und dementsprechend bestimmte Riten und Handlungen mitzumachen und dann zu erwarten, dies sei schon "Glaube", oder sich zu wundern, warum sich "Glaube" nicht einstellt. So kann etwa der Besuch eines Gottesdienstes eines "suchenden", aber der Kirche entfremdeten Menschen diesen völlig unberührt lassen. Oder das Verfolgen (und Mitsprechen) der für ihn fremdartigen Liturgie und Gebete, deren unsichtbare Glaubensbasis (siehe auch "Was ist Glauben ?") ihm nicht (noch) zugänglich ist, stößt ihn sogar zunächst ab. Glaube kann - wie oben beschrieben - als Geschenk Gottes entstehen (siehe auch "Was ist Glauben ?").

Auf einer solchen Grundlage kann sich ein Glaube entwickeln, der nach Möglichkeiten sucht, Gott in Gemeinschaft mit anderen zu danken, zu ihm zu beten, ihn zu preisen. Im Rahmen dieser Suche können sich die Riten und Handlungen z.B. eines Gottesdienstes dem Gläubigen (oder dem Gläubigwerdenden) als Folge und Ausdrucksform seines Glaubens erschließen; umgekehrt geht es nicht.

Wie kann ich christlich glauben ?

Im christlichen Glauben werden im wesentlichen drei verschiedene Wesenszüge des Menschen angesprochen, nämlich die Erkenntnis, der Wille und das Vertrauen. Die Erkenntnis bezieht der christliche Glaube vor allem aus seinen Traditionen wie der Bibel, Glaubenszeugnissen der frühen Kirche, der Reformatoren und des Kirchenkampfes im 20. Jahrhundert. Diese Erkenntnisquellen sind ein wichtiges Fundament des Glaubens und ihre Grundaussagen machen urteilsfähig in vielen Situationen des Lebens.

Mit seinem Willen kann jeder Mensch für sich selbst entscheiden, ob er sich auf die Fragen nach Sinn, Werten, Überzeugungen, Handlungsmaximen, kurz nach "Glauben" einlassen möchte oder nicht. Sicher bedeutet das Einlassen auf "Glauben" noch keineswegs automatisch das entstehen einer tiefen Beziehung zu Gott (siehe auch "Wie kann ich glauben ?"), jedoch gilt umgekehrt: wer nie zur Ruhe kommt um sich den "Luxus" zu leisten, nach Gott und dem Sinn des eigenen Lebens zu fragen, der hat keine Möglichkeit, den Glauben als Schlüssel des Lebens kennenzulernen.

Schließlich ist der Kern des christlichen Glaubens das Vertrauen, in dem der Glaubende ein Gefühl tiefer Geborgenheit und letzter Zuflucht zum Urgrund des Lebens empfindet und dies als persönliches Vertauensverhältnis zu Gott empfindet. Die Erfahrung von festem Grund, der den eigenen Weg ins Ungewisse trägt, wird im Alten und im Neuen Testament der Bibel in vielfältiger Form überliefert. Ob eine willentliche Zuwendung zu diesen Erkenntnisquellen jedoch das beschriebene persönliche Vertrauensverhältnis zu Gott entstehen läßt, liegt nicht in der Macht des Menschen.

Es ist Gottes Geist, der den Glauben schenkt.

Literaturhinweise

Neben dem eingangs erwähnten Evangelischen Erwachsenenkatechismus (7., aktualisierte Auflage, Gütersloher Verlagshaus, 2001), in dem man fundierte Sachinformationen zum christlichen Glauben nach Sachgebieten geordnet finden kann, eignet sich zum Lesen "an einem Stück" insbesondere das Buch Christ sein (Hans Küng, Piper Verlag, 1. Auflage 1974, aktuelle Auflagen auch als Taschenbuch erhältlich), in dem der Autor detailiert beschreibt, worum es im Christentum eigentlich geht.

Der Platz des Christentums zwischen Atheismus, und den heute immer wichtiger werdenden Bereichen der religiösen Ignoranz und der neuen Religiosität wird in Gottesewende (Heinz Zahrnt, Piper Verlag, 1989) diskutiert. Derselbe Autor hat sich in dem Buch Jesus aus Nazareth - Ein Leben (Heinz Zahrnt, Piper Verlag, 1987) ausführlich mit Jesu Leben, Glauben, Verhalten und Verheißung auseinandergesetzt.

Einen recht weitgehenden Einblick in die Geschichte des Christentums liefert das Buch Das Christentum (Hans Küng, Piper Verlag, Taschenbuchausgabe 1999). Diejenigen, die sich mit der Frage beschäftigen wollen, was eigentlich dafür spricht, daß Gott überhaupt existiert, sollten Existiert Gott (Hans Küng, Deutscher Taschenbuch Verlag, 6. Auflage, 1991) lesen.

Für eine Einführung in die Weltreligionen ist das Buch Die fünf Weltreligionen (Helmuth von Glasenapp, Heyne Verlag, Taschenbuchausgabe 1997) vorzüglich geeignet. Die Entwicklung der archaischen menschlichen Weltanschauung zur heutigen, rational geprägten Weltanschaung mit ihren zahllosen pseudoreligiösen Elementen wird in dem Buch Das Heilige und das Profane (Mircea Eliade, Insel Verlag, 1984) schön beschrieben.

Wer nicht weiß, wie er beten kann, findet eine einfühlsame Einführung in dem Buch Wie wir beten können (Jörg Zink, Kreuz Verlag, Neuauflage 2002).

Wie geht das?

Hier bieten wir Ihnen verschiedene Informationen über bestimmte Bereiche, die Sie und ihre Familie vielleicht früher oder später einmal betreffen könnten.

Wenn Sie noch weitere Fragen haben, können Sie diese gerne an info@paulgemeinde.de stellen.

Taufe

Jedes Elternpaar, bei dem einer der evangelischen Kirche angehört, kann sein Kind taufen lassen.

Bei der Kindertaufe brauchen Sie Paten für Ihr Kind. Ein Pate sollte der evangelischen Kirche angehören. Alle weitere Paten können einer anderen christlichen Konfession angehören.

Wer sein Kind taufen lassen möchte, meldet sich bei der Pfarrerinnen  und verabredet einen Tauftermin und ein Taufgespräch.

Konfirmation

Mit der Konfirmation bekräftigten Jugendliche ihre Taufe. Der Konfirmandenunterricht vermittelt Grundwissen und leitet dazu an, Fragen des Glaubens zu erörtern und Folgerungen für das eigene Leben zu ziehen.

Der Unterricht umfaßt mindestens 70 Stunden. Es folgt dann zum Abschluss der Konfirmationsgottesdienst. Auch wer nicht getauft ist kann am Konfirmandenunterricht teilnehmen und konfirmiert werden, wenn sie/er sich vor der Konfirmation taufen läßt.

In der Regel sollten die Jugendlichen im achten Schuljahr am Konfirmandenunterricht teilnehmen. Die Anmeldung zur Konfirmation erfolgt über das Gemeindebüro. Hier kann auch erfragt werden, wann der Konfirmationsunterricht beginnt.

Erwachsenentaufe

Auch Erwachsene können sich taufen lassen.

Wenn Sie sich taufen lassen wollen, bieten wir Ihnen Gespräche an. Sie lesen ein Evangelium des Neuen Testamentes Ihrer Wahl und streichen dabei zu Hause die Sätze an, die unverständlich, schwierig, wichtig oder für Sie fragwürdig sind.

Im Gespräch darüber werden wir dann zu Ihren Lebensthemen und Fragen kommen, die Sie bewegen. Zum Abschluß der Gespräche können Sie Ihr eigenes Glaubensbekenntnis formulieren. Denn so ist es in der evangelischen Kirche: jede und jeder entscheidet selbst, was er oder sie glauben kann - auch wenn uns das Apostolische Glaubensbekenntnis mit allen evangelischen und katholischen Christen und Christinnen verbindet.

Die Taufe feiern wir dann gewöhnlich mit Ihrer Familie und Ihren Freunden im Abendmahlsgottesdienst in der Alten Nikolaikirche am Sonntag.

Trauung

Herzlichen Glückwunsch!

Sie gehören zur Paulsgemeinde und möchsten sich gerne kirchlich trauen lassen?

Wenden Sie sich bitte an das Gemeindebüro zur Vereinbarung eines Trautermins. Dort können Sie dann auch mit der Pfarrerin einen ersten Gesprächstermin festlegen, um alle organisatorischen und theologischen Fragen für Ihren schönsten Tag zu klären.

Wenn Sie NICHT zur Paulsgemeinde gehören, aber trotzdem in unserer Kirche heiraten möchten, finden Sie alle wichtigen Informationen unter dem Punkt Fremdtrauungen.

Fremdtrauung

Wenn Sie sich in der Alten Nikolaikirche trauen lassen möchten, aber nicht zur Paulsgemeinde gehören, so ist dies auch gerne möglich.
Einzige Voraussetzung: Sie oder Ihr Partner gehören der evangelischen Kirche an.

Wir bitten Sie jedoch in diesem Fall, Ihre/n Pfarrer/in selbst mitzubringen. 

Legen Sie bitte rechtzeitig mit unserem Gemeindebüro Ihren Trautermin fest. Hier bekommen Sie auch weitere Informationen: z. B. wie Sie mit dem Küster oder dem möglichen Organisten Kontakt aufnehmen können.

Wir erbitten einen Unkostenbeitrag von 300,- Euro.
Mit dem Organisten treffen Sie eine eigene Honorarvereinbarung.

Wiedereintritt

Wenn Sie evangelisch getauft wurden und nach einem Kirchenaustritt wieder der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau angehören möchten, dann können Sie dies bei jeder/jedem Pfarrer/in unserer Landeskirche erklären.
Bitte vereinbaren Sie einen Gesprächstermin.

Normalerweise werden Sie daraufhin Glied der evangelischen Kirchengemeinde Ihres ersten Wohnsitzes, Sie können jedoch durch gleichzeitig persönliche Erklärung Ihre Kirchengemeinde innerhalb der Landeskirche auch frei wählen.

Wir freuen uns auf Sie als neues Gesicht in unserer Kirche und Gemeinde!

Hinweis: Weiter Informationen zum Wiedereintritt finden Sie auch auf der Internetseite des evangelischen Regionalverbandes Frankfurt.

Sterben+Trauer

Es gibt in der evangelischen Kirche viele Formen, wie man die letzten Stunden eines Menschen begleiten kann. So sind Pfarrerinnen und Pfarrer bereit, am Sterbebett zu beten, den Segen zu sprechen und das Abendmahl zu feiern.

Ein evangelischer Bestattungsgottesdienst ist Verkündigung der Auferstehungshoffnung. Ein Gottesdienst zur Bestattung setzt deshalb in der Regel voraus, daß der Verstorbene bei seinem Tode der Evangelischen Kirche angehört hat.

Bitte vereinbaren Sie einen Termin mit unseren Pfarrerinnen.