Wir begrüßen Sie herzlich in der Alten Nikolaikirche!
Über unsere Kirche freuen sich nicht nur Mitglieder der hier beheimateten Ev.-luth. St. Paulsgemeinde, sondern auch Menschen aus der ganzen Stadt, dem Umland und vielen Ländern, denen diese geschichtsträchtige Kirche von Bedeutung ist.
Denn - seit 1992 sogar in neuem Glanz - lädt sie ein: zum Beten, zum Loben und zum Klagen. Aber auch um Gott und sich gegenseitig kennenzulernen: durch die Predigt und das "Aufeinander-Hören", die Musik und die vielerlei Weisen, in welchen das Evangelium von Jesus Christus verkündigt werden kann.
Wir verbinden unsere Wünsche für einen besinnlichen und freudebringenden Besuch - einen Besuch, der neue Türen öffnet - mit einem Psalmwort: "Ich freute mich, als man zu mir sprach: 'Zu SEINEM Haus wollen wir gehn!" (Psalm 122 - Übersetzung Martin Buber).
Weitere Informationen:
Manche Fragen, so haben wir festgestellt - ob deutsch, englisch, japanisch oder in anderen Sprachen gestellt - wiederholen sich.
Und weil sie gute Fragen sind, haben wir das zum Anlass genommen, diesen kleinen Online-Begleiter zusammenzustellen. Er behauptet nicht von sich, umfassend zu sein, sondern will ein paar Informationen sowie einige Anregungen geben, damit Ihr nächster Besuch in dieser Kirche und in Frankfurt in guter Erinnerung bleibt. Hoffentlich werden Sie, wenn Sie weiterreisen, etwas reicher sein - nicht nur an Informationen, sondern auch an Vertrauen und Segen.
Wenn Sie andere Fragen haben - ob über die Geschichte, die Architektur oder zu unserem Glauben, würden wir uns freuen - etwa am Info-Tisch in der Kirche oder nach dem Gottesdienst bei Kaffee - mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.
Natürlich können Sie uns auch eine E-Mail schicken!
Wie alt ist die Kirche?
Der amerikanische Besucher, der ins Gästebuch geschrieben hat: "Eine schöne, moderne Kirche, hat sich um ein paar hundert Jahre geirrt......" Bei der letzten umfassenden Renovierung (1989-1992) haben die Archaeologen festgestellt, daß die Alte Nikolaikirche eigentlich viel älter ist als bisher angenommen. Höchstwahrscheinlich ist diese frühgotische Kirche 800-850 Jahre alt, sie stammt also aus dem 12. Jahrhundert. Der Kunstführer (am Info-Tisch erhältlich) erklärt die drei Bauphasen, in denen die Kirche entstanden ist. Vielleicht wollen Sie entlang der Metall-Leiste im Hauptschiff gehen, um sich ein Bild von den Umrissen des ersten Gebäudes zu machen...
Ist diese Kirche evangelisch oder katholisch?
Ein Tourist hat die Frage einmal am besten beantwortet: "Die Kirche - als Gebäude ist eigentlich weder evangelisch noch katholisch noch sonst was!" Und freilich finden Menschen vieler Glaubensrichtungen sowie Suchende aus aller Welt hier einen inspirierenden Ort der Stille und eine intime Stätte des Gebets. Allerdings - wenn Sie sich ein wenig umschauen, stellen Sie fest, dass die Kirche schlicht und einfach (evangelisch!) gestaltet ist. Das Wort Gottes soll im Mittelpunkt stehen: Predigtpult, Altar, Kreuz, Bibel - mehr nicht, aber auch nicht weniger. Schlicht und einfach. Man wird dadurch ermutigt, zur Mitte, zu Gott zu finden.
Übrigens: Die Gemeinde, die heute ihre Gottesdienste hier feiert und sich freut, Gastgeberin zu sein, heißt Ev. luth. St. Paulsgemeinde.
Sind die Kirchenfenster alt?
Seien Sie bitte nicht enttäuscht: Die Fenster stammen aus diesem Jahrhundert. Selbst wenn diese wunderschönen Glasfenster mittelalterliche Vorbilder haben, wurden sie jedoch von der Frankfurter Künstlerin Lina von Schauroth, geb. Holzmann (1874-1970) geschaffen.
Die vier Farbfenster wurden in den 30er Jahren für die Privatkapelle der Familie von Weinberg in Frankfurt-Niederrad hergestellt, während des Krieges in Limburg gelagert und 1951 in die Alte Nikolaikirche eingebaut.
Im selben Jahr entstanden die Chorfenster, die ebenfalls von Lina von Schauroth stammen.
Wurde die Kirche im Krieg zerstört?
Zum Glück hat diese Kirche die Bombenangriffe auf Frankfurt im März 1944 ziemlich gut überstanden.
Abgesehen vom Dachbrand und daraufhin Verlust der Innenausstattung, hat das Kirchengebäude den Krieg überlebt.
Postkarten aus dem Jahr 1945 zeigen sie zusammen mit dem Haus Wertheim als die einzigen noch erhaltenen Gebäude auf dem Römerberg.
Wie komme ich zur Paulskirche?
Ganz einfach. Wenn Sie vor der Kirche stehen und in Richtung "Zeil" blicken, werden Sie bereits das Kreuz auf der Paulskirche sehen (oben links, über dem Rathaus). Gehen Sie also ca. 100 Meter geradeaus, an der Tourist-Information vorbei. Dann stehen Sie schon vor der Paulskirche, wo die Nationalversammlung vor 150 Jahren getagt hat.
Die Paulskirche ist heute ein nationales Denkmal, d.h. keine Gemeindekirche mehr.
Sie ist jeden Tag von 10-17 Uhr geöffnet.
Gibt es eine Gemeinde - oder ist das nur ein 'Museum'?
Obwohl die Gemeinde durch Veränderungen in der Wohnstruktur kleiner geworden ist, gibt es sie: die St. Paulsgemeinde, deren geographische Ausdehnung vom Main bis zur Zeil, von der Lange Straße bis zum Willy-Brandt Platz reicht.
Etwa 1300 Glieder hat sie. Hinzu kommen die zahlreichen Menschen aus anderen Stadtteilen, für die die Alte Nikolaikirche eine "zweite Heimat" bedeutet.
Obwohl die Architektur wie die vorhandene Kunst eine eindrucksvolle Ausstrahlung haben, ist diese Kirche kein Museum, sondern eine Gemeindekirche, eine Stätte gelebten Glaubens.
Warum heißt die Gemeinde "Paulsgemeinde", die Kirche aber "Nikolaikirche"?
Gute Frage. Vielleicht ahnen Sie schon: Die Paulsgemeinde war bis nach dem Zweiten Weltkrieg in der Paulskirche beheimatet. Nach der Zerstörung der Paulskirche im März 1944 entschloss sich die kleiner gewordene Paulsgemeinde auf Anregung des Magistrats der Stadt, in die benachbarte Alte Nikolaikirche umzuziehen, die Nutzung der Paulskirche ging in die Hände der Stadt Frankfurt über.
Der Wiederaufbau der Nikolaikirche ging relativ schnell, sodass die Gemeinde bereits 1949 hier ihre Gottesdienste feiern konnte.
Haben Sie Nikolaus, nach dem die Kirche benannt ist, schon entdeckt?
Der Bischof Nikolaus schaut auf Sie von der Decke herab! Nikolaus wurde wahrscheinlich als Name für diese Kirche gewählt, weil - wie bei anderen am Wasser gelegenen Nikolaikirchen in Deutschland, z.B. Hamburg, Leipzig und Berlin - er früher womöglich gegen die Gefahren der Hochwasser schützen sollte.
Wie lange bleibt die Kirche offen?
Die Paulsgemeinde darf ein wenig stolz sein: Denn dies ist die einzige evangelische Kirche in Frankfurt, die 365 Tage im Jahr - und das ganztags - offen ist: zum Innehalten und zum Gespräch, zur Besichtigung und Andacht, im Sommer von 10 bis 20 Uhr, im Winter von 10 bis 18 Uhr.
Selbst der Weihnachtsmarkt kann nicht mithalten. Denn im Advent bleibt die Alte Nikolaikirche nicht nur bis 21 Uhr geöffnet, sondern ihre Türen stehen schon offen, ehe die Buden auf dem Römerberg sich regen!
Und an manchem Sommerabend bleibt die Kirche für Touristen und Stadtflaneure bis Mitternacht auf.
Kostet die Kirche Eintritt?
Selbstverständlich nicht. Dies ist Gottes Haus, und keiner freut sich mehr über Ihren Besuch als Gott selbst. Hier können Sie sich zu Hause fühlen.
Auch die Kerzen wie die ausliegenden Materialien am Info-Tisch sind kostenlos.
Wer aber eine Spende einlegen will, möge dies bitte in den Opferstock tun.
Die Spenden unterstützen die Arbeit an der offenen Kirche. Vielen Dank!
Vor allem aber danken wir Ihnen für Ihre Zeit, Ihr Interesse wie für Ihr Gebet.
In diesem Bereich finden Sie unterschiedliche Informationen zu unserer Kirche.
Nach den neuesten archäologischen Grabungen (1988/89) lässt sich feststellen, dass die einzige mittelalterliche und älteste evangelische Gemeindekirche in Frankfurt in drei Bauphasen entstand. Anzunehmen ist, dass eine Kapelle mit fast quadratischem Grundriss bereits im 11./12. Jhdt. gebaut wurde.
Mitte des 13. Jhdts. wurde ein Turm angebaut, am Ende des Jahrhunderts u. a. der Chor und das Langhaus vergrößert. Die Entdeckung der Mauerreste weist wohl auf eine mögliche romanische Kapelle, die eventuell der eigentliche Gottesdienstort der staufischen Kaiserpfalz war. Die Alte Nikolaikirche wurde ursprünglich als königliche Hofkirche errichtet, deren Kaplan vom König ernannt wurde.
Im 15. Jhdt. wurde sie Mittelpunkt der städtischen Almosenpflege. Seit dem 15. Jhdt. ist die Nikolaikirche als Ratskirche bekannt. Wo sich heute im Turm das Glockenspiel befindet, hielt sich nach der Mitte des 15. Jhdts. ein Wächter auf, dessen Aufgabe es war, die Schiffe" anzublasen". In Folge der Reformation wurde die Kirche geschlossen und als Lagerhaus vermietet.
Anfang des 18. Jhdts. wurde sie wiederhergestellt und 1721 für den Gottesdienst eröffnet. Während des nächsten Jhdts. diente sie als Garnisonskirche und als Nebenkirche für die Frankfurter Gemeinden. Sie wurde nach 1813 erneut geschlossen und wieder zum Lagerraum gemacht.
Bereits Anfang 1949 war sie nach Kriegszerstörungen wiederhergestellt und der evangelischen Paulsgemeinde übergeben. 1989-92 erfolgte eine umfassende Renovierung, während der u. a. ein Keller gegraben, ein beweglicher Altar und Lesepulte sowie eine neue Orgel gebaut wurden.
Herzlich Einladung zu einem kleinen Rundgang durch unsere schöne Alte Nikolaikirche.
Es gibt viel zu entdecken und interessante Dinge zu erfahren.
- von der Nordwestecke ausgehend -
Die beiden dreijochigen Schiffe sind mit quadratischen und oblongen Kreuzgewölben überdeckt.
Der mittlere Schlussstein ist mit der Bischofsfigur des Hlg. Nikolaus geschmückt. Nikolaus von Myra (+350) wurde als Patron der Kranken und Helfer der Armen verehrt, er galt auch als Bewahrer vor den Gefahren des Wassers.
Er sollte womöglich gegen die häufigen Hochwasser des Mains schützen.
Eine breite Nische in der Westwand wurde während der Renovierungsarbeiten freigelegt. Die Gemeinde nutzt sie für ihre Wandzeitung, um aktuelle Themen aus evangelischer Sicht aufzugreifen
Die Grabdenkmäler Siegfrieds zum Paradeis (+1386) und seiner zweiten Frau Katharina zum Wedel (+1378) wurden Anfang des 15. Jhdts. für die Hospitalkirche zum Hlg. Geist geschaffen und nach deren Abbruch 1840 in die benachbarte Nikolaikirche versetzt.
Siegfried zum Paradeis hat sich um die Stadt besonders dadurch verdient gemacht, dass er das Schultheißenamt aus der Verpfändung an auswärtige Adelige löste. Ihm dankt Frankfurt den Stadtwald.
Sein Spruchband: O miser(ic)ordia (domi)ni miserere mei (O Barmherzigkeit des Herrn, erbarme dich meiner).
Andere Grabsteine gehören zu Gräbern von Persönlichkeiten, die in der Nikolaikirche bestattet sind, u. a. dem Senior des Predigerministeriums, Dr. Pritius (1662-1732).
Die aus rotem Sandstein gearbeitete Figur an der Ostwand zeigt Christus als Schmerzensmann, eine Kopie (1985) des um 1370 durch Dombaumeister Madern Gerthener oder seine Schule für die Hospitalkirche entstandenen Originals (heute Histor. Museum).
Ins Gedächtnis kommt das biblische Wort:
"Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen... er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen" (Jes. 53,4-5).
Die Farbfenster wie die Chorfenster stammen von Lina von Schauroth (1874-1970), einer Frankfurter Künstlerin aus der Baumeisterfamilie Holzmann.
Die vier Farbfenster wurden in den 30er Jahren für die Privatkapelle der Familie von Weinberg in Frankfurt-Niederrad geschaffen, während des Krieges im Dom zu Limburg gelagert und 1951 in die Alte Nikolaikirche eingebaut.
Im selben Jahr entstanden die Chorfenster, die die vier Evangelisten natürlich wie symbolisch (vgl. Off. 4,6-8) darstellen.
Der Chor ist mit dem Schiff durch einen spitzbogigen Triumphbogen von rechteckigem Querschnitt ohne Profil verbunden. Die beiden Schlusssteine sind konvex gestaltet und mit Weinlaub und Trauben bzw. Rosenblättern und -blühten bedeckt.
Die Schwalbennestorgel wurde von der Firma Oberlinger, Windesheim, in Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Orgelsachverständigen Prof. Dr. Menger gebaut (1992). In allen Teilen aus Spessarteiche gebaut, umfasst sie u. a. 23 Register, 1598 Pfeifen und 25 Glockenschalen und eine Vogelstimme.
Die Treppe ins Untergeschoss führt zu Nebenräumen.
Erbaut 1992 durch Gebr. Oberlinger, Windesheim/Hunsrück
von Erwin Hoheisel
Nur für kurze Zeit, während der Kriegsjahre 1939 bis 1942, besaß Alt-St. Nikolai auf dem Römerberg ein von der Glockengießerei Franz Schilling Söhne in Apolda gegossenes, auf g1 gestimmtes Glockenspiel (Carillon), das jedoch zu Rüstungszwecken abgeliefert werden musste. Von den ursprünglich 35 Glocken kehrten 1947 immerhin 27 aus dem Hamburger Glockenlager zurück.
Diese wurden jedoch zugunsten eines neuen Glockenspieles von der Heidelberger Glockengießerei Friedrich Wilhelm Schilling in der Tondisposition g1-a1-h1-c2 , dann chromatisch bis g4 umgegossen. Für den automatischen Betrieb des nun 35 Glocken umfassenden Carillons baute die Orgelbaufirma Heinrich Vogt aus Frankfurt am Main-Höchst einen Spielapparat mit Lochkartenpneumatik und einen in die Mechanik des Automaten eingreifenden Handspieltisch, auch Stokkenklavier genannt.
Im Jahr 1959 goss die Firma Friedrich Wilhelm Schilling für das Handspiel noch einmal 5 Glocken bis c5 hinzu und erweiterte damit den Umfang des Glockenspieles auf insgesamt 40 Glocken.
Die 1994 installierte Anlage in Digitaltechnik besitzt nun gegenüber der alten Version separat angelegte Konstruktionen für das Handspiel und den elektronisch gesteuerten Automaten mit seinen von außen die Glocken anschlagenden Magnethämmern. Dabei wurde auch gegenüber der vorigen Konstruktion der Handspieltisch um 180 Grad gedreht und die Lage seiner Tasten für Manual und Pedal der international gültigen Norm angepasst.
Durch die Königliche Glockengießerei Eijsbouts in Asten (Niederlande) wurde gleichzeitig der Umfang des Glockenspieles im Diskant um weitere 7 Glocken erweitert, so dass nun im Manual die üblichen vier Oktaven, von der die Literatur für Glockenspiel ausgeht, zur Verfügung stehen. Der alte Glockenbestand wurde in derselben Gießerei geprüft und, wo nötig, in der Stimmung korrigiert. Das nun 47stimmige Glockenspiel von Alt-St. Nikolai erklingt (automatisch) täglich um 9.05, 12.05 und 17.05 Uhr mit jeweils zwei Melodien, die den Zeiten des Kirchenjahres (leider nicht immer) angepasst werden.
Hinweis: Auf der im Axel-Gerhard-Kühl-Verlag erschienen CD "Frankfurt am Main: Glocken, Glockenspiel, Großes Stadtgeläute" (AGK 12 220) ist das Glockenspiel der Alten Nikolaikirche mit drei Liedbearbeitungen mit von der Partie.
von Erwin Hoheisel:
Der schlanke oktogonale Turm der Alten St. Nikolaikirche beherbergt vier Läuteglocken in der Tonfolge gis1-h1-cis2-e2. Diese wurden 1956 von der Gießerei Gebrüder Rincker in Sinn bei Wetzlar gegossen und befinden sich in einem Glockenstuhl aus Eichenholz im oberen Turmgeschoss über dem Glockenspiel. Die Glocken selbst hängen jedoch leider immer noch an Stahljochen, die alsbald gegen Holzjoche ausgetauscht werden sollten, um ein noch weicheres Klangbild des gesamten Geläutes zu erzielen.
Den Klang der Glocken finden Sie auf der hr4-Seite "Glocken - Klänge der Heimat".
| Name | Versöhnungsglocke | Christusglocke |
| Gussjahr | 1956 | 1956 |
| Gießer | Gebrüder Rincker | Gebrüder Rincker |
| Gußort | Sinn | Sinn |
| Gewicht (kg) | 584 | 351 |
| Durchmesser (mm) | 1006 | 847 |
| Schlagton | gis1 - 3 | h1 - 3 |
| Inschriften | LASSET EUCH VERSÖHNEN MIT GOTT + 2. KORINTHER 5/20 + |
EINER IST EUER MEISTER + CHRISTUS + MATTHÄUS 23/10 + |
| Name | Dankesglocke | Gebetsglocke |
| Gussjahr | 1956 | 1956 |
| Gießer | Gebrüder Rincker | Gebrüder Rincker |
| Gußort | Sinn | Sinn |
| Gewicht (kg) | 238 | 145,5 |
| Durchmesser (mm) | 752 | 634 |
| Schlagton | cis2 -2 | e2 -3 |
| Inschriften | DAS IST EIN KÖSTLICH DING * DEM HERRN DANKEN + UND LOBSINGEN DEINEM NAMEN * DU HÖCHSTER + PSALM 92/2 + |
WENN ICH DICH ANRUFE * SO ERHÖRST DU MICH + UND GIBST MEINER SEELE GROSSE KRAFT + PSALM 188/3+ |
Hinweis: Auf der im Axel-Gerhard-Kühl-Verlag erschienen CD "Frankfurt am Main: Glocken, Glockenspiel, Großes Stadtgeläute" (AGK 12 220) sind die Glocken der Alten Nikolaikirche zu hören.
Hier finden Sie folgende Klangbeispiele unserer Glocken im mp3-Format:
| Anhang | Größe |
|---|---|
| eineglocke.mp3 | 110.61 KB |
| zweiglocken.mp3 | 165.56 KB |
| mehrglocken.mp3 | 246.19 KB |
| Glockenspiel1_ext.mp3 | 403.79 KB |
| Glockenspiel2_ext.mp3 | 278.36 KB |
| Glockenspiel3_ext.mp3 | 465.69 KB |
Der renommierte Frankfurter Künstler Gerd Kehrer hat in seinen Bilderzyklen der Frankfurter Citykirchen auch die Alte Nikolaikirche gemalt.
Er sagt dazu: "Meine Bilderzyklen der Frankfurter Citykirchen sind Werke von christlicher Spiritualität. Der Bilderzyklus Paulskirche, die als die Wiege der deutschen Demokratie bezeichnet wird, ist eine malerische Demonstration für die Werte der Demokratie. Die übrigen vier Bilderzyklen zur Katharinenkirche, Leonhardskirche, Liebfrauenkirche und zur Alten Nikolaikirche sind Zeichen meiner Verbindung zur Stadt Frankfurt und Teil meiner eigenen Lebenskultur“ .
Auf seiner Homepage (Seite 5) finden Sie den Zyklus Alte Nikolaikirche komplett mit Vergrößerungen und Texten zu den Frankfurter Citykirchen.
Ein Besuch lohnt sich!!!
Frankfurts Kirchen sind einen Besuch wert!
Sie sind beredete Zeugen einer wechselhaften Geschichte der ehemaligen freien Reichsstadt und sie sind Stätten gelebten Glaubens in unserer Zeit. In der Alten Nikolaikirche liegen verschiedene Broschüren aus, mit denen Sie die Innenstadt erkunden können. Gegen eine Unkostenbeteiligung können diese Ihnen auch über das Gemeindebüro zugesandt werden.
Gehzeit: ca. 1/2 Stunde
Wir beginnen an der St. Katharinenkirche an der Hauptwache im Herzen der Stadt.
Von der Katharinenpforte vorbei am Stoltze-Denkmal durch die Bleidenstraße zur Liebfrauenkirche.
Am Liebfrauenbrunnen vorbei führt die Neue Kräme zur Paulskirche. Dort tagte 1848 die deutsche Nationalversammlung. Heute ist sie Stätte hoher staatlicher Feierlichkeiten. Am Nordportal sehen wir das Mahnmal für die Opfer des NS-Terrors.
Wir überqueren die Braubachstraße und kommen zum Römerberg, Frankfurts "Gut Stubb", mit Rathaus, rekonstruierten Altstadthäusern und der Alten Nikolaikirche.
Zwischen dem Fachwerkhaus "Haus Wertheim" und dem Gemeindehaus der St. Paulsgemeinde gelangen wir durch die Alte Mainzer Gasse zur St. Leonhardskirche.
Um die Kirche herum treffen wir auf den Untermainkai.
In Richtung Eiserner Steg komme wir am Rententurrn und dem barocken Saalhof vorbei. An dessen Ostseite sehen wir die romanische Apsis der Saalhofkapelle, ältestes kirchliches Bauwerk in Frankfurt (zu besichtigen durch das Historische Museum.
Weiter am Main entlang biegen wir in die Straße "Zum Pfarrturm" ein.
Zwischen Dom und "Historischem Garten", mit Resten aus der Römer und Karolingerzeit, kommen wir zum Domeingang und Dommuseum.
Gehzeit: ca. 1 1/2 Stunde
Wir beginnen an der St. Katharinenkirche an der Hauptwache im Herzen der Stadt.
Von der Innenseite aus am Kaufhof vorbei durch die Große Eschenheimer Straße gehen wir zum Eschenheimer Turm. (Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung von 1426). Entlang der Bleichstraße kommen wir zur Peterskirche. Über Stufen gelangen wir zum Petersfriedhof mit Gräbern berühmter Frankfurter (z. B. Goethes Eltern).
Durch die Stephan- und Stiftstraße über die Zeil gehen wir zur Kreuzung Hasengasse/Töngesgasse. Geradeaus sehen wir auf den Dom, links Reste der Staufenmauer.
Wir biegen rechts in die Töngesgasse ein, deren Name an das ehemalige Antoniterkloster erinnert und kommen zur Liebfrauenkirche.
Am Liebfrauenbrunnen vorbei führt die Neue Kräme zur Paulskirche. Dort tagte 1848 die deutsche Nationalversammlung. Heute ist sie Stätte hoher staatlicher Feierlichkeiten. Am Nordportal sehen wir das Mahnmal für die Opfer des NS-Terrors.
Wir überqueren die Braubachstraße und kommen zum Römerberg, Frankfurts "Gut Stubb", mit Rathaus, rekonstruierten Altstadthäusern und der Alten Nikolaikirche.
Am Fachwerkhaus "Haus Wertheim" vorbei gelangen wir durch die Alte Mainzer Gasse zur St. Leonhardskirche. Es lohnt einen Abstecher zur Weißfrauenkirche (gegr. 1227 mit Magdalenerinnenkloster für "gefallene Mädchen" an der Weißfrauenstraße, Abriss 1953 zugunsten des Straßenverkehrs, Wiederaufbau 1956 Gutleut-/ Ecke Weserstraße).
Der Weg führt weiter über den Eisernen Steg zum Sachsenhäuser Ufer, zur Dreikönigskirche und weiter stromaufwärts, zur Deutschordenskirche mit lkonenmuseum.
Über die Alte Brücke mit dem goldenen "Brickegickel" gehen wir geradeaus in die Kurt-Schumacher-Straße. Auf der linken Seite kommen wir an der Heilig-Geist-Kirche vorbei mit dem ehemaligen Dominikanerkloster, heute: Sitz des Evangelischen Regionalverbandes. Gegenüber haben wir Gelegenheit, im Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Ausgrabungen des jüdischen Gettos, der ehemaligen Judengasse, zu besichtigen. Hinter den Stadtwerken, an der Battonnstraße liegt der alte jüdische Friedhof.
Von der Battonnstraße, vorbei am Museum für Moderne Kunst, (Braubachstraße) führt der Weg links durch die Domstraße zum Kaiserdom mit Museum. Beachtenswert ist zwischen Dom und Schim-Kunsthalle der "Historische Garten" mit Ausgrabungen aus der Römer- und Karolingerzeit.
Es werden nach Bedarf Themenführungen in und um die Alte Nikolaikirche angeboten. Diese können über das Gemeindebüro der St. Paulsgemeinde vermittelt werden. Eine Voranmeldung ist unbegingt notwendig. Vielleicht haben Sie eine Gruppe, die an einem theologisch geführten Rundgang zu bestimmten Jahreszeiten interessiert ist?
Jeden Donnerstag um 12 Uhr findet ein historischer Rundgang zur Geschichte der Frankfurter Altstadt von der Alten Nikolaikirche am Römerberg aus statt:
Juni/Juli 2010
+ Karte + Auto + Bahn + Taxi + Reisebus + Hinweis +
Das nächste Parkhaus ist das Parkhaus am Römer (Domstr.), welches seine Einfahrt direkt am von weitem sichtbaren Frankfurter Dom hat. Von hier aus sind es nur noch 1 Minute Fussweg. Bitte benützen Sie den Routenplaner von WEB.de
Die Alte Nikolaikirche auf dem Römerberg erreichen Sie öffentlich mit der
Bitte benützen Sie die Fahrplanauskunft des RMV
direkt an der Paulskirche befindet sich eine Taxistation (Braubachstrasse - 3 Minuten Fussweg)
vor der Paulskirche befinden sich spezielle Parkplätze für Reisebusse (Berliner Strasse)
Achtung! Das Gemeindehaus der St. Paulsgemeinde befindet sich gegenüber der Alten Nikolaikirche am Römerberg 9.
Noch ein Hinweis: Bedenken Sie bitte das die Alte Nikolaikirche direkt auf dem Römerberg liegt. Deshalb finden hier viel Veranstaltungen statt, die den Zugang zur Kirche zeitweise beeinträchtigen können. Das sind z.B. Fasnachtsumzug, Ironman, Mainfest und Weihnachstmarkt. Bitte planen sie ggf mehr Zeit ein!
Helfen Sie, dass die Alte Nikolaikriche offen bleibt!!
Internationale Begegnungsstätte, Stätte evangelischer Veranstaltungen und ruhender Pol der Besinnung im Herzen der Stadt.
Ohne die Unterstützung von Spendern und Stiftern – ohne Ihr Engagement – ist das nicht möglich! Helfen Sie mit, die Kirche offenzuhalten und Visionen zu verwirklichen. Damit der Patronatvsverein auf Dauer nachhaltig, die Alte Nikolaikirche ganztägig offen halten und interessante Veranstaltungen anbieten kann, bietet der Verein verschiedene Möglichkeiten des finanziellen Engagements.
Sie als Spender oder Stifter entscheiden, wie Sie den Patronatsverein unterstützen wollen:
Ob Spende oder Zustiftung – für Fragen steht Pfarrerin Braunberger-Myers gern zur Verfügung.